Schweizer Server oder günstiges EU-Hosting?
Wir betreiben vant.ch und unsere Dienste auf einem Schweizer Server in Genf. Die Websites unserer Kunden in Kolumbien und unser eigener Onlineshop Animalina liegen dagegen bei einem europäischen Hoster. Hier steht, wie wir das entscheiden und was beides kostet.
Welche Daten auf dem Server liegen
Hosting ist zuerst eine Rechtsfrage. Ein Server steht immer in einem Rechtsraum, und wer ihn betreibt, muss den Behörden dieses Raums Auskunft geben. Gehört der Anbieter zu einem US-Konzern, gilt das auch für ein Rechenzentrum in Frankfurt: Über den US CLOUD Act können US-Behörden auf Daten zugreifen, die ein US-Unternehmen im Ausland speichert.
Das Schweizer Datenschutzgesetz schreibt keinen Serverstandort vor. Für die Staaten der EU hat der Bundesrat festgestellt, dass sie Personendaten angemessen schützen. Kundendaten dürfen deshalb auch bei einem Anbieter in der EU liegen, solange kein US-Konzern dahintersteht. Entscheidend ist, wie heikel die Daten sind und wer den Standort vorschreibt.
Wann ein Schweizer Server die richtige Wahl ist
Trifft einer dieser Punkte zu, gehört das Projekt auf einen Schweizer Server.
Vertrauliche Unterlagen von Kunden
Anwaltskanzlei, Treuhand, Buchhaltung. Wer Mandatsakten, Abschlüsse, Steuerunterlagen und Lohnabrechnungen seiner Kunden führt, muss belegen können, dass niemand Unbefugtes an die Daten kommt. Mit einem Schweizer Server unter eigener Kontrolle gelingt das am einfachsten.
Interne Werkzeuge
Dateiablage, Passwortverwaltung, Automatisierungen, Personaldossiers. Was nur intern gebraucht wird und den Betrieb trägt, liegt bei uns auf eigener Infrastruktur.
Auftraggeber schreiben es vor
Öffentliche Ausschreibungen und grössere Kunden können den Serverstandort im Vertrag festlegen.
Du willst die Kontrolle
Eigene Instanz, eigene Datenbank, keine Auswertung für Werbung, keine Änderung der Nutzungsbedingungen über Nacht.
Die Dienste, die wir anbieten (Nextcloud, Tymeslot, Vaultwarden, n8n, RustDesk), laufen deshalb auf unserem Server bei Infomaniak in Genf.
Wann ein europäischer Hoster reicht
Eine Firmenwebsite, eine Landingpage, eine Vereinsseite, ein Projekt im Ausland oder ein Onlineshop mit Bestellungen und Kundenkonten: Hier liegen Namen, Adressen und Bestellungen, aber keine vertraulichen Unterlagen wie Verträge, Abschlüsse oder Mandatsakten. Dafür ist ein europäischer Hoster die vernünftige Wahl. Er kostet wenige Franken im Monat, ist schnell eingerichtet und lässt sich später wieder verlassen.
Wir machen es selbst so. Unser Onlineshop Animalina mit Kundenkonten und Bestellungen liegt bei Hostinger in einem Rechenzentrum in der EU. Dort liegen auch die Websites und Betriebs-Apps, die wir für ALTTO und Las Papas in Kolumbien gebaut haben. Das CDN von Hostinger liefert ihre Seiten über Server in Lateinamerika aus, nahe bei den Gästen. Beide Websites erreichen im PageSpeed 100 von 100 in allen vier Kategorien (gemessen im Juli 2026).
Wir sind Hostinger-Partner und betreiben dort unseren eigenen Shop und die Websites mehrerer Kundenprojekte.
Zum Preis: Bei den meisten Massenhostern gilt der günstige Einstiegspreis nur für die erste Laufzeit. Danach verlängert sich das Paket zum regulären Tarif, der oft doppelt so hoch ist. Rechne mit dem Verlängerungspreis.
Was die beiden Wege unterscheidet
| Kriterium | Massenhoster (EU) | Eigener Schweizer Server |
|---|---|---|
| Kosten | wenige Franken im Monat | deutlich höher, dafür planbar |
| Rechtsraum | EU-Recht, je nach Anbieter | Schweizer Recht (DSG) |
| Einrichtung | schnell erledigt | Projekt mit Konzept und Übergabe |
| Kontrolle | geteilte Umgebung, Vorgaben des Anbieters | eigene Instanz, eigene Daten |
| Eigene Dienste | nicht vorgesehen | Nextcloud, Tymeslot, Vaultwarden u. a. |
| Passt für | Websites und Shops mit üblichen Kundendaten | Kanzleien, Treuhand, Buchhaltung, interne Werkzeuge |
| Umzug später | bei statischen Seiten einfach | bei gewachsenen Systemen aufwendig |
Die Monatspreise lassen sich schlecht vergleichen. Auf der einen Seite steht geteilter Speicherplatz, auf der anderen ein Server mit Betrieb und Verantwortung. Aussagekräftiger ist die Frage, was im Schadensfall passiert und wer sich dann darum kümmert.
Wie wir es selbst handhaben
vant.ch und die Dienste, die wir anbieten, laufen auf unserem Server bei Infomaniak in Genf. Websites und der Onlineshop Animalina liegen bei Hostinger in der EU. Wir entscheiden das pro Projekt, nach den Daten, die darin liegen.
Wenn du unsicher bist, wohin dein Vorhaben gehört: In einem kurzen Gespräch ist das meist geklärt.
Häufige Fragen
Muss eine Website in der Schweiz gehostet werden?
Ist Hosting in der EU datenschutzkonform?
Darf ein Onlineshop bei einem EU-Hoster liegen?
Was kostet Schweizer Hosting im Vergleich?
Kann ich später den Anbieter wechseln?
Woran erkenne ich, dass mein Projekt Schweizer Hosting braucht?
Was ist mit E-Mail?
Transparenzhinweis: Der Link zu Hostinger ist ein Partnerlink. Buchst du darüber ein Paket, erhalten wir eine Provision, am Preis ändert sich für dich nichts. Wir nennen Hostinger, weil unsere eigenen Projekte dort laufen.
Unsicher, wohin dein Projekt gehört?
In fünfzehn Minuten klären wir, ob dein Vorhaben einen Schweizer Server braucht oder ob ein europäischer Hoster reicht.